Warum ich selber Seife siede

Seit circa 2 Jahren siede ich Seifen. Ich gestehe, es ist eine richtige Leidenschaft geworden und Familie und Freunde bekommen regelmässig neue Stückchen dargeboten.

Schon seit mehr als zwanzig Jahren interessiere ich mich für Aromatherapie. Die Wirkung von manchen ätherischen Ölen auf Körper und Psyche ist keine „Glaubenssache“ sondern wissenschaftlich belegt. Pflanzen können wirken und ich konnte mich schon oft davon überzeugen.

Irgendwann mal habe ich eine Studie gelesen in der von den Auswirkungen von Silikon, Mikroplastik & Co auf den menschlichen Körper berichtet wurde. Spuren davon wurden bei Autopsien in zB der Leber und den Nieren gefunden.

Das möchte ich nicht. Als Kosmetikjunkie ist es unmöglich auf die vielen tollen Produkte zu verzichten, und so habe ich mich in Kursen eingeschrieben und (nächtelang) Literatur dazu gelesen. Beim Kaltsiedeverfahren kann man tolle, wertvolle Öle benutzen, die die Haut nachhaltig pflegen. Ferdinand, der schon lange an Schuppenflechte leidet bekam eine Soleseife auf den Leib geschneidert und spürt deutlich Linderung. Mittlerweile mache ich Lotionen, Cremes, Stifte und natürlich Seife selbst. Und habe gelernt, dass Naturkosmetik oder zumindest naturnahe Kosmetik nichts von den tollen Texturen, Farben und Gerüchen konventioneller Kosmetik einbüssen muss.

Meine Seifen sind kein Allheilmittel. Richtige Seife (nicht die Glycerin-Seife zum Giessen, das ist keine richtige Seife, genauso wenig wie die ph-neutralen Waschstücke) klaut der Haut nicht ihre wichtigen Fette, trocknet weniger aus, hat wenige oder keine Zusätze und schäumt dezent.

Für mich wichtig ist auch, dass ich jetzt unter der Dusche Produkte benutzen kann, die tierversuchsfrei sind.

Ob ich jetzt nur noch einmal in der Woche dusche, selbstgemachtes Müsli esse und nur Latzhosen aus Bio-Baumwolle trage? Nein, ich schminke mich weiterhin, bleibe Flexiganer, reise gerne und gönne mir manchmal auch unvernünftige Luxusgüter. Ich benutze nicht nur Naturkosmetik und „korrekte“ Marken. Aber ich habe Spass daran ohne allzu streng zu sein.

In dem Sinne, bleibt sauber,

Julielovesbeauty

Luftige reichhaltige Körpercreme selbermachen – DIY whipped body cream

Eine nährende Körpercreme selber zu machen ist gar nicht schwer. Die Basis bekommt man auf Bestellung in vielen Apotheken oder sogar in manchen Reformhäusern. Der Vorteil ist, dass wenige Inhaltsstoffe benutzt werden können, was nicht nur für Allergiker von Vorteil ist, und keine Farbstoffe, Duftstoffe oder andere Zusätze.  Die Basis ist 75% festes Fett und 25% Öl.  Für diese Creme habe ich 125 gr Kokosöl (in Bio Qualität) und 25 gr Sheabutter benutzt, und als flüssige Komponente Jojobaöl und etwas Aloe Vera Gel. Das Öl ist je nach gewünschtem Effekt beliebig austauschbar, damit man die Creme aber luftig schlagen kann, sollte das Verhältnis zum festen Fett eingehalten werden.   

Im Wasserbad die festen Fette bei niedriger Temperatur  schmelzen und abkühlen aber nicht fest werden lassen (evtl im Kühlschrank). Dann mit dem Mixer oder in der Küchenmaschine wie Schlagsahne steif schlagen und währenddessen das flüssige Öl und das Gel zugeben. Bei Bedarf können ätherische Öle zugegeben werden, allerdings dann auf Sonnenempfindlichkeit achten.  Die fluffige Creme sollte kühl aufbewahrt werden, evtl im Kühlschrank. Da die Creme dort sehr fest wird, sollte sie vor der Verwendung rausgenommen werden. Um die Haltbarkeit zu verlängern, kann das Aloe Vera Gel weggelassen werden, allerdings sollten immer nur überschaubare Quantitäten frisch aufgeschlagen werden. Ideal für trockene Haut, denn die Creme ist sehr reichhaltig. Viel Spaß beim Nachkochen 🙂